 |
Infos - Westernreiten
|
|
|
Das
Westernreiten hat seinen
Ursprung im "Wilden
Westen" Amerikas.
Über das Grasland der
endlosen Prärien des
amerikanischen Westens
zogen Millionen von
Bisons. Ende des 19.
Jahrhunderts waren sie
fast ausgerottet. Rancher,
die sich dort
niedergelassen hatten,
züchteten auf diesem
Land Fleischrinder.
In den endlosen Steppen
konnte diese Aufgabe nur
mit Unterstützung der
Pferde geleistet werden.
Das Pferd ermöglichte
erst das Zurücklegen
weiter Wege, die zur
Versorgung, Betreuung und
Kontrolle der Rinder
notwendig wurden.
Bestimmte Charakteristika
der Pferde ermöglichten
und erleichterten den
Cowboys die Erfüllung
ihrer schwierigen
Aufgaben.
Die Pferde mussten
folgende Eigenschaften
besitzen: |
» nervenstark
» ausgewogenes
Temperament
» trittsicher im
Gelände
» gutes
Sprintvermögen
» auf minimale
Hilfen sicher reagieren |
Die
Pferde müssen in heiklen
Situationen ruhig bleiben
und dürfen nicht
hektisch reagieren,
deshalb wird besonderer
Wert auf Nervenstärke
und ausgewogenes
Temperament gelegt. Um
ein davon stürmendes
Rind einholen zu können,
sind eine hohe
Trittsicherheit im
Gelände und ein gutes
Sprintvermögen
unabdingbar.
Der Cowboy musste sich
auf seine Arbeit und
nicht auf die Reitkunst
konzentrieren, woraus
eine zweckdienliche
Reitweise entstand, bei
welcher die Pferde auf
kurze Impuls-Befehle
sicher reagieren mussten.
Diese wohl erzogenen und
disziplinierten Pferde
mussten zur Mitarbeit
motiviert sein.
Diese Eigenschaften der
Rancherpferde werden auch
heute in der
Westernpferdezucht
und in den Regeln der
Westernreitturniere
berücksichtigt. |
|
| |
|
Reining:
Reining ist
die Dressur im
Westernreitstil. Reining
bedeutet ein Pferd nicht
nur zu lenken, sondern
auch jede seiner
Bewegungen zu
kontrollieren. Ein gutes
Reiningpferd sollte sich
willig führen lassen und
mit wenig und nicht
sichtbarem Widerstand zu
kontrollieren sein. Es
muss dem Reiter völlig
gehorchen.
Jede eigene Bewegung muss
als mangelhafte Kontrolle
ausgelegt werden. Alle
Abweichungen von der
exakt vorgeschriebenen
Aufgabe bedeutet ein
Fehlen oder ein
vorübergehender Verlust
von Kontrolle und sind
deshalb Fehler, die
abhängig vom Grad der
Abweichung bestraft
werden. Außer dem Abzug
von Fehlerpunkten soll es
Pluspunkte geben. Sie
werden für Weichheit,
Eleganz, Haltung,
Schnelligkeit
und die Art, verschiedene
Manöver durchzuführen,
gegeben. Die einzelnen
Reiningelemente, schnelle
und langsame Galoppzirkel,
fliegende Wechsel, Spins,
Sliding Stops, Rollbacks
und Rückwärtsrichten,
werden zu Aufgaben (Pattern)
zusammengefasst.
Es gibt verschiedene
Reiningpatterns, deren
einzelne Abschnitte in
der festgelegten
Reihenfolge geritten
werden müssen. Die
Aufgaben werden auswendig
geritten.
|
|
Cutting:
Auf allen
Turnieren sind die
Rinderdisziplinen der
Publikumsmagnet. Der
Cutter wird bei seiner
Arbeit von vier
selbstgewählten Helfern
- zwei Herdholder zum
Kontrollieren der Herde
und zwei Turnbacks zum
möglichen
zurückdrängen des
Rindes zur Herde -
unterstützt. Wenn das
Pferd langsam in die
Herde geht, beginnt der
Reiter, ein Rind
auszuwählen. Gute Cutter
studieren die Herde,
bevor sie in den
Wettkampf gehen, um
herauszufinden, welches
Rind für eine besonders
attraktive Darstellung
ihres Pferdes geeignet
ist.
Der Richter vergibt eine
Punktzahl zwischen 60 und
80, wobei er zu Anfang
des Ritts eine
Durchschnittsbewertung
von 70 im Kopf hat. Der
Reiter trennt ein Rind
und positioniert sein
Pferd für den
Cut ("Schnitt").
Indem der Reiter die
Zügelhand bis knapp
über den Pferdehals
senkt, signalisiert er
dem Pferd, dass dieses
unabhängig und ohne
Führung des Reiters zu
arbeiten hat.
Das Pferd soll nun
selbstständig bei
durchhängendem Zügel
verhindern, dass das
separierte Rind zur Herde
zurückgelangt. Wird das
Rind untätig oder
verliert es gar die Lust,
zur Herde zurückzukehren,
hebt der Reiter die
Zügel an und
signalisiert Pferd und
Richter, das Rind
aufzugeben.
Als Zeitpunkt des
Quittens (beenden) gilt,
wenn der Reiter seine
Zügelhand hebt und die
freie Hand auf den Hals
des Pferdes legt, auch
wenn das Pferd noch nicht
unverzüglich stoppt. In
150 Sekunden kommt es auf
das Zusammenspiel von
Reiter, Pferd, Rind und
Helfern an.
Und wer gut ist, weiß
auch sein Pferd genau
einzuschätzen und seine
Helfer entsprechend
einzuweisen.
|
Working
Cowhorse:
Diese
Rinderdisziplin wird in
zwei Teilen geritten. In
dem ersten Teil zeigen
Pferd und Reiter ihr
Können in einer kleinen
Reining, also "Trockenarbeit",
im Fachjargon "Dry
Work". Im zweiten
Teil ist Fence Work
verlangt. Ein Rind muss
dabei kontrolliert an der
langen Seite der Bahn
mindestens einmal in jede
Richtung gegen die Bande
gewendet werden. Zum
Schluss treibt der Reiter
das Rind in die Bahnmitte,
um es dort auf einer Acht
zu zirkeln. Wie beim
Cutting muss dies alles
innerhalb von zweieinhalb
Minuten geschehen.
Pleasure: Nomen est omen:
Es soll für den Reiter
ein Vergnügen sein, das
Pferd in den drei
Grundgangarten am
angemessen losen Zügel
möglichst bequem und
fließend zu reiten.
Die Pferde werden
beurteilt nach ihren
Gangarten, ihrer
Bereitschaft, die
unsichtbaren Hilfen des
Reiters sofort zu
befolgen. Diese
letztgenannten
unsichtbaren Hilfen,
lassen die Prüfung für
den Zuschauer sehr
mühelos erscheinen,
obwohl von den Reitern
bei dieser "Materialprüfung"
höchste Konzentration
gefordert wird.
Die Pferde sollen in
ihrer jeweiligen
natürlichen Ausrichtung
und damit in ihrem
individuellen Tempo
vorgestellt werden. Die
natürliche Aufrichtung
bedingt wesentlich
flachere Beinbewegungen,
als beim "klassischen"
Reiten bekannt. Da die
Pferde individuell
unterschiedliche
Geschwindigkeiten,
besonders in Trab und
Galopp, besitzen, darf in
der Pleasure überholt
werden.
Die Pferde müssen ihr
jeweiliges Tempo in den
verschiedenen Gangarten
konsequent beibehalten.
|
Western
Horsemanship:
Bei der
Horsemanship stehen die
Leistungen des Reiters im
Vordergrund. Zur
Bewertung kommen unter
anderem die Hilfengebung
und die Haltung des
Reiters während der
einzelnen Lektionen. Die
verlangte Einzel- aufgabe
muss sehr exakt
ausgeführt werden, was
auch eine enorme
Kontrolle des Pferdes
voraussetzt.
Es sind keine
spektakulären, dafür
aber penibel
nachzureitende Mannöver,
die verlangt werden. In
der Kürze liegt die
Würze. Die Einzelaufgabe
geht zu 80 Prozent in die
Wertung ein.
Der zweite Teil einer
Horsemanship fließt zu
20 Prozent in die Wertung
ein. Optisch ist dieser
zweite Teil eine Pleasure.
Im Gegensatz zu einer
Pleasure wird hier
allerdings weiterhin vor
allem das reiterliche
Können des Menschen
beurteilt.
|
Trail:
In dieser
Geschicklichkeits-Prüfung
müssen die Pferde
mindestens sechs
Hindernisse bewältigen.
Beim Trail sind
Nervenstärke, Vertrauen
vom Reiter ins Pferd und
vom Pferd in den Reiter
gefordert. Das gute Trail-Pferd
soll sich unerschrocken
und überlegt jedem
Hindernis nähern, es
prüfen und dann
bewältigen.
Beispiele für die
Aufgaben:
Der Reiter muss ein Tor
öffnen und so
durchreiten, dass eine
Herde imaginärer Rinder
auch nicht die geringste
Gelegenheit hätte,
ebenfalls das offene Tor
zu passieren. Eine
Brücke soll von dem
Pferd vorsichtig, aber
bereitwillig überquert
werden. Am Boden liegende
Stangen, die man sich als
Unterholz im Wald
vorstellen kann, müssen
ohne Berührung in den
verschiedenen Gangarten
überschritten werden.
Rückwärtsrichten des
Pferdes durch ein enges
Stangen-L oder Stangen-U.
|
Western
Pleasure
Bereits der
Name der Prüfung sagt
alles: Es soll für den
Reiter ein Vergnügen
sein, das Pferd in den
drei Grundgangarten am
losen Zügel möglichst
bequem und fließend
vorzustellen. Die Pferde
werden nach ihren
Gangarten und nach ihrer
Bereitschaft beurteilt,
die unsichtbaren Hilfen
des Reiters sofort zu
befolgen, was die
Prüfung für den
Zuschauer sehr mühelos
erscheinen lässt.
Von den Reitern ist bei
dieserMaterialprüfung"
aber höchste
Konzentration gefordert.
|
Western
- Riding
Bei der
Western Riding sind vor
allem zahlreiche
fliegende Galoppwechsel
auf den Punkt genau zu
absolvieren. Sie gehört
zu den anspruchsvollsten
Disziplinen. Eine Western
Riding bedeutet die
Vorstellung eines
sensiblen, sich
losgelassen und mühelos
bewegenden Pferdes.
Pluspunkte werden
vergeben für weiche,
taktreine Gänge bei
gleichbleibendem Tempo
während der gesamten
Aufgabe.
|
Superhorse
Die
Superhorse ist eine
besonders schwere
Disziplin. Enthalten sind
Elemente aus den
vier Disziplinen :
» Reining
» Pleasure
» Trail und
» Western Riding
Das Pferd muss für eine
Superhorse ein besonders
vielseitiges Talent
mitbringen.
Die Superhorse wird nur
von der EWU angeboten.
|
Showmanship
Die
Showmanship at Halter ist
eine Disziplin speziell
für Jugendliche.
Bewertet wird der
Jugendliche, wie er sein
Pferd am Halfter
vorstellt. Daneben
gehört neben der
korrekten Aufstellung des
Pferdes und der genauen
Absolvierung der
verlangten Aufgabe auch
der Pflegezustand von
Pferd, Ausrüstung und
Kleidung. |
|
| |
| |
| Ausbildung |
Mit
einem vielfältigen
Angebot an Aus- und
Weiterbildungsmöglichkeiten
und ihrem Engagement
trägt die EWU dazu bei,
Toleranz und Fairness in
Pferdehaltung und im
Sport zu wahren und so
das gemeinsame Ziel zu
erreichen: Die Harmonie
von Mensch und Pferd.
Das Regelwerk für die
Ausbildung und Prüfung
im Deutschen Pferdesport-
die Ausbildungs- und
Prüfungsordnung (APO)
der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung
e.V. (FN) beinhaltet seit
dem Jahr 2000 auch die
vielseitigen
Ausbildungswege, welche
die EWU ihren Mitgliedern
selbst anbietet.
Maßgeblich wurde der
Bereich Ausbildung bei
der EWU durch die
Einführung des
Westernreitabzeichen
Bronze 1993 beeinflusst.
Bereits seit 1996 werden
bei der EWU Trainer C-
Westernreiten ausgebildet,
die ihrerseits Reitern
und Pferden eine
vielseitige
Grundausbildung
vermitteln. Seit 1997
gibt es die ersten
Trainer B und Trainer
A- Westernreiten, die ihren
Schülern spezielle
Inhalte vermitteln uns
sie an den Leistungssport
heranführen und
begleiten. Erstmals in
2001 wird ein Lehrgang
zum Trainer B- Jugend
unter dem Motto
"Null Bock auf
Unterreicht" Reiten
aber bitte mit Spaß
durchgeführt. Ziel ist
es, einen kind- und
jugendgerechten
Reitunterricht zu
gestalten. Die Ausbildung
zum Berufsreiter im
Westernreitsport ist
nicht länger ein
unerreichbares Ziel,
sondern ganz konkret der
nächste Höhepunkt der
Ausbildungsschiene bei
der EWU. |
Die
Abzeichen im Pferdesport
sind in drei Kategorien
eingeteilt:
» Motivationsabzeichen
» Abzeichen im
Geländereiten und Fahren
» Deutsche
Abzeichen |
Das
Hufeisen
Das Hufeisen
Westernreiten vermittelt
Kindern und Jugendlichen
unter Einbeziehung von
spielerischen Elementen
grundlegende Kenntnisse
und Fertigkeiten im
Umgang mit dem Pferd, u.a.
Pferdepflege, Putzen,
Führen sowie Reiten
einfacher Aufgaben. |
Der
Basispass
Der
Basispass Pferdekunde ist
Voraussetzung für die
Teilnahme an allen
folgenden
Abzeichenprüfungen
und vermittelt den
Teilnehmern, die Mitglied
bei der EWU oder eines
der FN angeschlossenen
Reitvereines sind,
Fertigkeiten im Umgang
mit dem Pferd wie z.B.
Führen, Anbinden,
Pferdepflege einschl.
Bandagieren, Verladen und
vieles mehr sowie
Grundkenntnisse des
Pferdeverhaltens,
Sicherheitsaspekte,
Tierschutzgesetz,
Fütterung und Grundlage
der Pferdegesundheit.
Dieser Lehrgang ist nicht
nur für Reiter
interessant sondern für
alle, die im Umgang mit
Pferden
verantwortungsvoll
handeln. |
Bronzenes
Westernreitabzeichen
Das Deutsche
Westernreitabzeichen
Klasse III (Bronze)
bietet ambitionierten
Reitern den Einstieg in
den Turniersport und die
Trainerausbildung. Nach
bestandener Prüfung
erhält der Teilnehmer
eine Urkunde und auf
Wunsch eine attraktive
Nadel die bestätigt,
dass er über ein
bestimmtes Maß an
Können und Wissen im
Westernreiten verfügt.
Das Abzeichen ist eine
öffentliche Anerkennung
und spornt zu weiteren
Leistungen im Umgang mit
dem Pferd und im Reiten
an. In der Theorie werden
Kenntnisse über die
Themen Pferdekunde
und -krankheiten,
Pferdehaltung, Pflege
und Fütterung,
Ausrüstung des
Westernreiters und
Westernreitlehre,
Gelände- und
Turnierreiten sowie des
Tierschutzes und Erste
Hilfe vermittelt. Bei der
praktischen Prüfung
werden Leistungen in den
Disziplinen Horsemanship
und Trail sowie im
Gelände geprüft.
Hierfür sind in erster
Linie der Sitz des
Reiters und dessen
Einwirkung sowie die
Kontrolle über das Pferd
maßgeblich.
Der Basispass Pferdekunde
sowie die Teilnahme an
einem Erste-Hilfe-Kurs
muss bei Anmeldung zum
Kurs nachgewiesen werden
(siehe Merkblatt). |
Silbernes
Westernreitabzeichen
Die Prüfung
zum Deutschen
Westernreitabzeichen
Klasse II (Silber)
basiert auf der
erfolgreichen Teilnahme
auf EWU Turnieren und dem
Westernreitabzeichen
Bronze. Erfolgreiche
Turnierreiter, welche die
Prüfung bestehen,
erhalten eine
Auszeichnung für
überdurchschnittliche
Leistungen in Form einer
Urkunde.
Das silberne
Westernreitabzeichen ist
Vorraussetzung zur
Teilnahme am Kurs zum
Trainer A. Die Theorie
umfasst tiefere
Kenntnisse über das
Pferd, Pferdehaltung und
Zubehör, das EWU-
Regelbuch und die
einschlägigen
Bestimmungen der
Tierschutzgesetzes und
das reiterliche Verhalten
im Feld, Wald und auf
den Straßen.
Die sportlichen
Leistungen werden in den
Disziplinen Trail,
Reining und Western
Riding geprüft. |
Goldenes
Westernreitabzeichen
Das Deutsche
Westernreitabzeichen
Klasse I (Gold) wird vom
Vorstand der EWU für
besondere sportliche
Leistungen verliehen.
Darüber hinaus ist das
Verhalten des Reiters mit
dem Pferd entscheidend.
Der Reiter muss in allen
Bereichen eine
Vorbildfunktion für den
Westernreisport
darstellen und diesen
positiv repräsentieren.
Für diese Auszeichnung
ist ein Punkteschema
maßgeblich, nach dem der
Reiter auf A- und B-
Turnieren sowie auf
deutschen und
Europameisterschaften je
nach Platzierung Punkte
sammelt.
Die Ausbildung zum
Trainer unterteilt sich
in Lizenzstufen C, B und
A. Einstieg hierfür ist
der Berittführer, der
als Abschluss eines
Lehrganges in der Lage
ist, eine Reitergruppe im
Straßenverkehr und im
Gelände unter Beachtung
der gesetzlichen
Bestimmungen, der Belange
des Umweltschutzes, des
Tierschutzes und der
Unfallsicherheit zu
führen. |
Trainer
C
Der Trainer
C - Westernreiten -
Lehrgang bildet die erste
Stufe der durch den
Deutschen Sportbund
lizensierten Ausbildung
der Ausbilder.
Der Trainer C soll für
Pferd und Reiter eine
vielseitige
Grundausbildung
vermitteln und
breitensportlich und
leistungssportlich
orientierte Angebote
gestalten. Er selbst soll
entsprechende
Fähigkeiten als Reiter
beherrschen. Der
Teilnehmer weist bei der
Prüfung Feritgkeiten und
Kenntnisse im praktischem
Reiten einer Horsemanship-
Aufgabe, eines Trails und
im Gelände nach. Die
Unterrichtserteilung ist
weiterer Schwerpunkt der
Prüfung zum Trainer C.
Theoretische Kenntnisse
sind in den Bereichen
Sportpädagogik,
Reitlehre, Organisation,
Sport und Umwelt,
Sicherheit im Reitsport
sowie Pferdehaltung und
Veterinärkunde
nachzuweisen. Der Trainer
C wird dadurch besonders
von der EWU unterstützt,
dass diese Ausbilder dazu
berechtigt sind,
Reitabzeichenkurse zu
veranstalten und
durchzuführen. |
Trainer
B
Der Trainer
B - Westernreiten -
Lehrgang bildet die
zweite Stufe der
lizensierten Ausbildung
der Ausbilder. Die
Tätigkeit als Trainer B
umfasst Ausbildungsarbeit
im Rahmen strukturierter
Ausbildungsstunden. Er
beinhaltet die
zusammenhängend
strukturierte Planung von
Unterrichtseinheiten und
deren Durchführung,
spezielle Inhalte des
Breitensports,
disziplingebundene
Ausbildungssystematik im
Leistungssport,
Ausbildungssystematik in
speziellen
Ausbildungsrichtlinien
für Pferd und Reiter
sowie entsprechende
Fähigkeiten und
Fertigkeiten als Reiter. |
Trainer
A
Der Trainer
A - Westernreiten -
Lehrgang als dritte Stufe
der lizensierten
Ausbildung der Ausbilder
umfasst die Planung und
Durchführung von
Unterrichtskonzepten
über zusammenhängende
Ausbildungszeiträume,
Lehrgangskonzeptionen
sowie die Organisation
der Ausbildung in
Pferdesportvereinen oder
Ausbildungsstätten und
die Koordination der
dabei eingesetzten
Ausbilder.
Mit der Trainer A- Lizens
weist der Ausbilder die
Fähigkeiten nach,
Inhalte des Breitensports
und des Leistungssports
zu analysieren und in
zusammenhängenden
Unterrichtskonzeptionen
zu strukturieren,
erarbeitete Konzeptionen
selbst durchzuführen und
dabei Teilaufgaben an
andere Trainer weiter zu
delegieren, die
Durchführung des
Ausbildung zu überwachen,
auszuwerten und ggf.
Korrekturen vorzunehmen
und Gesamtkonzepte im
Verein oder Lehrgang
organisatorisch zu planen
und zu überwachen. |
|
| |
| |
| Ausrüstung |
Für
den Laien mag ein
Westernsattel aussehen
wie jeder andere,
zumindest was die Form
angeht.
Aber nicht nur im Preis
und in der Optik
unterscheiden sich die
einzelnen Sättel ganz
erheblich. Was ist nun
wichtig bei einem solchen
Sattel?
Zunächst das Innenleben:
Jeder Sattel hat einen
Sattelbaum, ein
Grundgerüst, dem alles
andere aufgebaut wird.
Diese Bäume können zum
einen aus Holz, zum
anderen aus Kunststoff
sein. Viele Reiter
schwören auf einen
Holzbaum, manchen ist er
zu schwer. Wie so oft
kann man hier kein
gültiges "Rezept"
geben, welches nun das
Bessere sei, denn jeder
Reiter und jedes Pferd
sind anders.
Zudem kommt es auf den
Verwendungszweck an: Es
gibt heute die besten
Sättel für alle
Einzeldisziplinen des
Westernreitens, aber auch
einige gut geeignete All-around-Sättel
für den vielseitig
orientierten Reiter. Der
Sattelbaum gibt dem
Sattel seine spätere
Größe. Auch den
verschiedenen Pferdetypen
tragen unterschiedliche
Bäume Rechnung. Rohhaut
und weiter außen Leder
verkleiden den Sattelbaum.
Hier sollte man zumindest
auf eine mittlere
Lederqualität achten und
nicht nur auf den
günstigen Preis schauen.
Ein Sattel soll dem
Gesäß des Reiters und
dem Rücken des Pferdes
beim Reiten keine
Probleme bereiten. Ob das
Leder verziert ist oder
nicht, ob viel Silber
verarbeitet wurde, ist
letztlich eine Frage des
Geldbeutels und des
Geschmacks. Für die Reit-
und Sitzeigenschaften ist
dies nicht von Bedeutung.
Es gibt eine Vielzahl
Gebisse, inklusive der
Trense, mit der man
westernreiten kann. Beim
Westernreiten zugelassene
Zäumungen sind: |
Snaffle
bit (Trensengebiss)
- ein
glattes Gebiss mit
gebrochenem Mundstück;
üblicherweise als
Wassertrense,
Olivenkopftrense oder D-Ring-Trense
gearbeitet mit Ringen,
die im Durchmesser nicht
größer als 10cm sein
sollten. Etwa 2,5cm vom
Maulwinkel nach innen
gemessen muss die Trense
mindestens 1 cm stark
sein. Der Kinnriemen
sollte nicht zu eng
geschnallt werden. |
Kandarengebisse
- ein "Curb
bit" (die bekannte
Kandare mit oder ohne
Zungenfreiheit) oder ein
"Snaffle with Shanks"
(ein einfach gebrochenes
Mundstück mit
kandarenartiger Wirkung
durch beweglich
angebrachte Anzüge)
werden häufig benutzt.
Kinnketten sind zulässig,
benötigen aber die
Zustimmung des Richters.
Sie müssen mindestens 1,3
cm breit sein und flach
am Unterkiefer bzw. in
der Kinngrube des Pferdes
anliegen. |
Hackamore
- ein aus
Rawhide oder Leder
geflochtenes Bosal (Nasenring),
das anstelle eines
Gebisses verwendet wird
und das einen Durchmesser
von höchstens 2 cm
besitzt. Es müssen eben
noch zwei Finger zwischen
Bosal und Nase passen.
Metallbestandteile,
gleichgültig wie stark
gepolstert, sind beim
Bosal nicht erlaubt.
Das Bosal wird zusammen
mit dem Haarseil (der
Mecate) verwendet und
bildet mit dieser die
"klassische"
oder "Western
Hackamore".
Beim Turnier ist saubere,
ordentliche Kleidung im
Westernstil
vorgeschrieben:
Stiefel und Westernhut (oder
Sturzkappe) sind Pflicht;
dazu gehört eine
geeignete lange Hose und
ein langärmeliges Hemd.
Möglich sind weiter
Chaps, Gürtel mit
dekorativer
Gürtelschnalle
(meist aus Silber, sog.
Buckle), Krawatte, Tuch
oder Schleife am Kragen
etc..
Im allgemeinen ist der
Trend zu ansprechender,
stilvoller und auch
modischer Kleidung bei
Turnieren deutlich zu
erkennen. Bei der
Farbgebung versucht der
Reiter ein harmonisches
Gesamtbild passend auch
zur Farbe des Pferdes zu
erreichen.
|
|
| |
| |
| Rasseportraits |
Das
Entscheidende beim
Westernreiten:
Da es ein eigener
Reitstil ist, kann
Westernreiten
grundsätzlich jedem
Pferd beigebracht werden,
egal welche Rasse oder
auch ohne Rasse-Papier.
Knabstrupper, Haflinger,
Fjords, Norweger, Araber
sowie andere Rassen bis
hin zum Pony bringen
hervorragende Leistungen
in der Arena und im
Gelände.
Ein Western-Horse muss
intelligent, sensibel und
lernbereit sein, denn die
Ausbildung stellt hohe
Anforderungen an das
Pferd. Es soll vielseitig
und sicher im Gelände
sein, nervenstark und
volles Vertrauen zum
Reiter haben.
Durch jahrzehntelanges
Züchten entwickelten
sich drei spezielle
Westernpferderassen, die
von ihrer genetischen
Veranlagung bereits
bestmöglich den
Ansprüchen der
Westernreiter gerecht
werden:
» Quarter Horse
» Paint Horse
» Appaloosa |
Quarter
Horse
Das Quarter
Horse ist heute mit knapp
vier Millionen
registrierter Pferden die
größte Pferderasse der
Welt.
In Deutschland leben
derzeit rund 17.000
eingetragene Quarter
Horses. Sein Name leitet
sich von
"a quarter mile race"
- ein Kurzstreckenrennen
über ca. 400 m - ab, das
sich bereits in den
Pioniertagen der
Vereinigten Staaten
höchster Beliebtheit
erfreute und bei dem
besonders die
antrittsstarken
Quarter Horses
dominierten. Von den
zarten Anfängen in den
70er Jahren bis heute hat
die Deutsche Quarter
Horse Association (DQHA)
einen weiten Weg
zurückgelegt. Während
ein in Deutschland
geborenes American
Quarter Horse vor 20
Jahren noch eine Ausnahme
war und die Importe die
Showszene beherrschten,
findet der interessierte
Käufer heute Pferde aus
allen Blutlinien und für
alle Disziplinen der
Reiterei bei den
Züchtern.
Mit ca. 2.700 Zuchtstuten
und 111 im Hengstbuch I
registrierten Hengsten
verfügen die
Züchter über
ausreichend Zucht-Material,
um Pferde für alle
Ansprüche und
Verwendungen anbieten zu
können. (www.dqha.de) |
Paint
Horse
American
Paint Horses stellen
eigentlich keine eigene
Rasse dar, sondern sind
rassemäßig von den
Quarter Horses nicht zu
trennen. Paint Horses
sind in Herkunft,
Abstammung und
Eigenschaften ganz
einfach gescheckte
Quarter Horses, die
stutbuchmäßig
allerdings von einem
eigenen Zuchtverband, der
American Paint Horse
Association, kurz
APHA betreut werden.
Nicht nur haben alle
Paint Horses eine Quarter
Horse-Abstammung, sehr
viele haben direkt eine
Quarter Horse-Mutter oder
einen Quarter Horse-Vater,
ja, bei nicht wenigen
sind sogar beide Eltern
Quarter Horses.
Einkreuzungen anderer
Rassen sind - wie bei den
Quarter Horses auch -
nicht zulässig, wobei
das Englische Vollblut
eine Ausnahme macht, da
es an der Entstehung der
Rasse Quarter Horse
beteiligt war.
Wann immer die weißen
Abzeichen eines Quarter
Horse-Fohlens über ein
bestimmtes Maß
hinausgehen, das von der
American Quarter Horse
Association festgesetzt
wurde, kann dieses nicht
mehr als Quarter Horse
eingetragen werden.
Dieser Umstand hat 1962/63
zur Gründung des
Zuchtverbandes geführt,
den wir heute als APHA
kennen. Die APHA
registriert solche
Quarter Horses, die
zuviel Weiß haben,
gleichberechtigt mit den
aus der gezielten Paint
Horse-Zucht
hervorgehenden Fohlen. (www.phcg.de) |
Appaloosa
Alle heute
registrierten und
gezüchteten Appaloosas
basieren auf Pferden, die
auf die Zucht der Nez-Perce-Indianer
im Nordwesten der USA
zurückgeht. Der Name
"Appaloosa"
leitet sich vom Palouse
River ab, an dessen Ufer
die Nez-Perce-Indianer
einst ihre Weidegebiete
hatten. In der 2.Hälfte
des vorigen Jahrhunderts
wurden die Nez-Perce-Indianer
gezwungen in Reservate
umzusiedeln.
Etwa 800
Stammesmitglieder
weigerten sich und zogen
unter der Führung ihres
Häuptlings Chief Joseph
mit 2000 Appaloosa in
Richtung Kanada. Nach 108
Tagen und 2500 Meilen
mußten sie jedoch vor
der kanadischen Grenze
kapitulieren. Die meisten
ihrer Pferde wurden ihnen
weggenommen und in alle
Winde verstreut.
Glücklicherweise waren
einige Rancher von den
Appaloosas so begeistert,
daß sie die Rasse
weiterzüchteten. 1938
wurde auf Initiative von
Claude Thompson der ApHC
(= Appaloosa-Horse-Club)
in Oregon gegründet.
Mühsam wurden die
verbliebenen Appaloosas
gesammelt und registriert.
Heute sind dort weltweit
über 600.000 Appaloosas
eingetragen. Hinzu kommen
jedes Jahr ca. 10.000
Neuregistraturen.
Die Appaloosas gehören
damit heute zu der
zahlenmäßig
viertgrößten Rasse der
Welt. Der ApHC, mit Sitz
in Moscow, Idaho, ist
für sämtliche Appaloosa-Vereine
der Welt der
übergeordnete
Ansprechpartner (www.aphcg.de). |
Weitere Infos über
das Westernreiten erhalten Sie
auf der Internetseite www.westernreiter.com
|
|
|
|